Gegen Durchfahrtsperrung der Clemensstraße

Februar 7, 2020 Pressemitteilung

In der Stadtratssitzung vom 06.02.2020 wurde gegen die erläuternden Erklärungen des Baudezernenten ein Antrag von Grünen, SPD und Linke zur Sperrung der Clemensstraße von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr zwischen Zentralplatz und Altstadt durchgesetzt.


Die Verwaltung warnt vor dieser Sperrung und lehnt diese Maßnahme zum aktuellen Zeitpunkt ab. Auch die Ratsmitglieder der Wählergruppe Schupp (WGS) sprechen sich gegen die Sperrung aus.

 

WGS-Ratsmitglied David Follmann verweist deutlich auf ein fehlendes schlüssiges Gesamtkonzept: „Wo sind die Analysen zu den Verkehrsströmen, zu den Zielen der Autofahrer? Wie sind die Auswirkungen? Nichts ist geklärt. Es wird sich auf Beschlussvorlagen und Gutachten gestützt, die bereits über 10 Jahre alt sind. Das hat nichts mit moderner Verkehrspolitik zu tun. Wir brauchen ein schlüssiges Gesamtkonzept, das auf neuen Erkenntnissen beruht.“

Der Fraktionsvorsitzende Herr Torsten Schupp verweist auf die Kosten. „Die Kosten für einen Poller belaufen sich auf etwa 40.000 €. Für die gesamte Sperrung braucht man vier Poller, so dass Kosten in Höhe von ca. 160.000 € entstehen, die sicher für wichtigere Projekte eingesetzt werden könnten.“

Auf die Auswirkung des Einzelhandels verweist die stellvertr. Fraktionsvorsitzende Birgit Hoernchen: „Die Antragsteller argumentieren damit, dass die Altstadt durch die Sperrung belebt wird. Sind die Einzelhändler in der Altstadt hierzu überhaupt gefragt worden? Ich gehe davon aus, dass genau das Gegenteil in Kraft treten wird und z. B. die rechtsrheinischen Anwohner gleich auf dem Friedrich-Ebert-Ring durchfahren nach Mülheim-Kärlich, um dort einzukaufen und auf den dort kostenlosen Parkplätzen zu parken.“

Fazit der WGS-Fraktion: Wir brauchen ein gutes Gesamtkonzept, das auf den neuesten verkehrstechnischen Erkenntnissen und beruht und den Einzelhandel dazu befragt hat. Einfach eine wichtige Durchgangsstraße ohne jegliches Konzept zu sperren, weil man dies seit Jahren beantragt, ist nicht im Sinne der Bürger von Koblenz. Auch verweisen die Ratsmitglieder auf die Auswirkung der damit erhöhten Verkehrsbelastung auf dem Friedrich-Ebert-Ring und den Schleichwegen in der Altstadt in der Danne und am Moselufer. Das ist sicher nicht im Sinne der derzeitigen Klimadebatte.

One Reply to “Gegen Durchfahrtsperrung der Clemensstraße”

  1. Frank Scheer sagt:

    Es ist ein absolut schwerwiegender Fehler, dass die Clemensstraße zwischen Schängel-Center und Mittelrhein Forum gesperrt werden soll, für den öffentlichen Verkehr und unnötig Geld für Poller ausgegeben werden soll.
    WARUM: Weil der Friedrich-Ebert-Ring entlastet werden muss und nicht noch unnötig ein Verkehrsinfarkt in Koblenz provoziert werden darf! Unsere aktuelle Verkehrssituation in Koblenz wird damit erst Recht verschärft und nicht entschärft!

    Es entbirgt jedweder menschlicher Logik, dies zu tun. Diese Entscheidung ist ein absolutes NoGo gegen unsere Bürgerinnen und Bürger der Stadt Koblenz, sowie allen Verkehrsteilnehmern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.